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Wieso Moria?

Das Flüchtlingslager in Moria sollte eigentlich nicht mehr als 3 000 Flüchtlinge aufnehmen. Inzwischen leben dort mehr als 20 000 Flüchtlinge und die aktuelle Corona Pandmie trägt nur noch mehr zum Leid der Menschen bei.

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos beherbergt zurzeit etwa viermal so viele Flüchtlinge, wie es ursprünglich aufnehmen sollte. Die hygienischen Zustände sind erschreckend: Das Lager hat nicht genug Sanitäreinrichtungen, bis hin zu dem Punkt, dass viele Flüchtlinge keinen regelmäßigen Zugang zu fließend Wasser haben.

Zu den 20.000 Flüchtlingen in Moria zählten im Sommer 2020 etwa 7000 Kinder.

Von humanitären Organisationen vor Ort hat AidP ioneers e.V. detaillierte Berichte über die Lebensbedingungen der Flüchtlinge erhalten. Im Lager fehlt es durch die Überbelegung an grundlegenden Hygieneartikeln, wie Seife, Desinfektionsmittel, Kleidung und medizinischen Schutzmasken. Aufgrund des hohen Anteils an Kindern fehlt es im Lager es auch immer wieder an Windeln und Damenbinden.

Aus genannten Gründen beschlossen wir das Flüchtlingslager in Moria zu unterstützen. Wir setzten uns mit der Organisation “Team Humanity” in Verbindung, welche Helfer vor Ort hatte und erfuhren so welche Hilfsgüter am dringendsten benötigt wurden. 

Ziel des neuen Aid Project Griechenland war es, die sanitäre Situation zu verbessern. Wir begannen damit, verschiedene Firmen in Deutschland zu kontaktieren und um Sachspenden zu bitten. Schnell fanden wir zwei Unternehmen in Süddeutschland, die großzügig Seife und Händedesinfektionsmittel sowie Lebensmittel, Kleidung und Erste-Hilfe-Kästen spendeten.

Der nächste Schritt bestand darin, die Logistik für den Transport der Spenden von Deutschland nach Griechenland zu organisieren. Denn insgesamt hatten wir 17 Tonnen Spenden gesammelt, die nun mit einem Lastwagen nach Griechenland gebracht werden sollten. Wir setzten uns wieder mit “Team Humanity” in Verbindung und erhielten Kontakt zu einem Logistikunternehmen.

Einige Wochen später traf der LKW in Moria ein, wo er von Helfern des “Team Humanity” in Empfang genommen wurde. Sie verteilten alle Hilfsgüter im Flüchtlingslager und hinterließen die Kanister, in die das Desinfektionsmittel gefüllt war, als künftige Wasserboxen für die Flüchtlinge.